Führung im Fort Prinz Karl — das letzte vollständig erhaltene Festungswerk Ingolstadts
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- Beginn
- 16.08.2026 11:00
Beschreibung
Das Fort Prinz Karl Das Fort Prinz Karl wurde 1877-1881 erbaut. Es gehörte zur letzten Ausbaustufe der bayerischen Landesfestung Ingolstadt, die 1828 neu gegründet worden war. Zwar wurde die Festung nie unmittelbar angegriffen, aber das Bauwerk diente doch sehr unterschiedlichen Nutzungen. So wurde es während des Ersten Weltkriegs Kriegsgefangenenlager für später so berühmte Gefangene wie den sowjetischen Marschall Michail Tuchatschewski und den französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle. Auch in späteren Jahren war das Fort Gefängnis und Lager: Von November 1918 bis Juli 1919 brachte man hier als politische Häftlinge die Teilnehmer am Spartakusaufstand unter. Und von 1920–24 warteten im so genannten Ausländersammellager Fort Prinz Karl viele unerwünschte Personen, überwiegend Ausländer (u.a. so genannte „Ostjuden“), auf ihre Ausweisung aus Bayern. Während des Zweiten Weltkriegs wurde hier Munition abgefüllt und sowohl die US Armee (1945/46) als auch die Bundeswehr (1957–1971) nutzten den ehemaligen Festungsbau als Munitionslager. Eine reguläre Nutzung dieses Gebäudekomplexes ist schwer möglich. Die Räume sind feucht, dunkel und kaum zu heizen. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs befindet sich der Kampfmittelräumdienst in Teilen des Forts, der Rest steht weitgehend leer. Durch umfangreiche Verkehrssicherungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren und die Kooperation zwischen der Immobilien Freistaat Bayern und dem Bayerischen Armeemuseum wurde nun die Möglichkeit geschaffen, in diesem hochspannenden Gebäude Führungen anzubieten und neben der Geschichte auch die Funktionen dieses komplexen Festungswerks zu erklären. Das Fort ist nicht barrierefrei erschlossen.
Quelle
ingolstadt.live via ingolstadt.live