Reihe „Mittagsvisite”: Rollstuhl von THONET — mit Dr. Alois Unterkircher

Ingolstadt

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Beginn
08.09.2026 12:30

Beschreibung

In dieser Mittagsvisite stellt Dr. Alois Unterkircher einen besonderen Rollstuhl aus der Zeit um 1900 vor. Dieser stammt von der Möbelfabrik GEBRÜDER THONET, die v.a. für den massenhaft vertriebenen „Wiener-Kaffeehaus-Stuhl“ in Bugholztechnik bekannt ist. Relativ unbekannt dürfte hingegen sein, dass die Firma in ihrer Anfangszeit auch Rollstühle hergestellt hat. Die Geschichte dieser Mobilitätshilfen im engeren Sinne beginnt Ende des 19. Jahrhunderts. Damals begannen einige Firmen, sogenannte „Krankenfahrstühle“ seriell zu produzieren, um Menschen mit eingeschränkter Mobilität mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen. Ihren Ursprung haben sie jedoch in den einfachen „Transportstühlen“, die bereits im 17. und 18. Jahrhundert für kranke oder gehbehinderte Personen genutzt wurden. Heute gibt es Krankenfahrstühle in zahlreichen Ausführungen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Rehabilitation und tragen wesentlich zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen bei. In der Mittagsvisite erläutert Unterkircher die spannende Geschichte hinter dem „Krankenfahrstuhl“ aus der Möbelfabrik THONET. Denn die Geschichte der Nutzerin ist bekannt und gut dokumentiert: Der Stuhl gehörte der Ururgroßmutter des Spenders, einer Bäuerin aus dem Kanton Graubünden, und wurde wohl von einem Berner Sanitätshaus zu einem sogenannten „Kaminstuhl“ umgebaut. Seminarraum Christa Habrich Beginn 12.30 Uhr, Dauer 30 min., Eintritt frei

Tags

  • bildung
  • geschichte
  • kultur
  • medizin

Quelle

ingolstadt.live via ingolstadt.live

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