15. SamstagOrgel mit Florian Schuster — 30 Minuten Orgelmusik
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- 08.08.2026 12:00
Description
Mit Muffat verbunden: Orgelkunst zwischen Ingolstadt und der europäischen Barockwelt In der Reihe „SamstagOrgel“ ist am Samstag, 8. August 2026, um 12 Uhr im Ingolstädter Liebfrauenmünster an der Chororgel ein Programm von besonderer stilistischer Spannweite zu hören. Mit Florian Schuster gestaltet ein junger, vielfach ausgezeichneter Organist das Konzert, das barocke Klangrede und romantische Formkraft miteinander verbindet. Den Auftakt bildet Georg Muffats Toccata septima aus dem Apparatus musico-organisticus von 1690. Muffat ist mit Ingolstadt auf bemerkenswerte Weise verbunden: Er hielt sich 1674 dort als Student auf und gehört damit zu den frühen musikalischen Persönlichkeiten, die auch für die Ingolstädter Musikgeschichte Bedeutung haben. Seine Orgelmusik verbindet französische Eleganz, italienische Beweglichkeit und deutsche Satzkunst zu einer überaus farbigen und repräsentativen Tonsprache. Mit Johann Sebastian Bachs Choralbearbeitung Von Gott will ich nicht lassen BWV 658 folgt ein Werk von großer Innerlichkeit und kunstvoller Dichte. Die Choralbearbeitung gehört zu den Leipziger Chorälen und zeigt Bachs Fähigkeit, theologische Tiefe in konzentrierte musikalische Form zu bringen. Felix Mendelssohn-Bartholdys Orgelsonate B-Dur op. 65/4 spannt anschließend den Bogen in die Romantik. Ihre vier Sätze verbinden feierliche Bewegtheit, gesangliche Ruhe und brillante Schlusswirkung zu einem geschlossenen, symphonisch gedachten Zyklus. Gerade an der Chororgel des Liebfrauenmünsters gewinnt diese Musik besondere Nähe und Transparenz. Florian Schuster (*1995) wurde an den Regensburger Domspatzen ausgebildet und studierte katholische Kirchenmusik in Regensburg sowie Konzertfach Orgel in Rotterdam bei Christian Schmitt. Seit 2019 wirkt er als Regionalkantor mit Dienstsitz in Oberviechtach und ist zudem Orgelsachverständiger der Diözese Regensburg. Seine künstlerische Arbeit wurde 2021 beim Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation in Schwäbisch Gmünd ausgezeichnet. Der Eintritt bleibt bewusst niedrig: 5 Euro. Karten gibt es an der Tageskasse (nur Barzahlung), geöffnet 30 Minuten vor Konzertbeginn. Der Zugang erfolgt über den Eingang Bergbräustraße gegenüber der Münster-Tiefgarage; Onlinetickets über Ticket-Regional sind vorab mit zusätzlichen Kosten erhältlich.
Source
ingolstadt.live via ingolstadt.live